Was Berühmtheit und Bedeutung im Skizirkus und Alpinen Lebensart angeht, kann wohl kaum ein Ort Wengen und Grindelwald das Wasser reichen. Die Alp-X hat hier praktisch ein Paradebeispiel der Erschließung der Berg per Bahn. Nachdem die Tour uns in die Nähe brachte, führte kein Weg an Wengen vorbei.

Grindelwald/Wengen war für mich das erste hochkarätige Highlight der Tour. Die langen Abfahrten von der Scheidegg nach Grindelwald und natürlich die Lauberhornabfahrt nach Wengen suchen ihresgleichen. Das Jungfraujoch habe ich bei der Gelegenheit natürlich auch auch besichtigt, schon erstaunlich, den Aletschgletscher mal von der anderen Seite sehen zu können. Abgefahren, wer sich dort alles rum treibt, ganz Asien war dort vertreten.


Der Skiort wird vollständig von der legendären Jungfraujochbahn erschlossen. Diese führt bis auf das Jungfraujoch, vorbei an der Eiger Nordwand, mal eben bequem per Zug durch die berühmteste Kletterwand der Welt. Was haben die Menschen damals für eine Zuversicht und Vertrauen in die Technik gehabt, hier eine Eisenbahn hoch zu bauen.

Tatsächlich habe ich es in 50 Jahren Skifahren noch nie geschafft, hier einmal vorbei zu schauen. Am Gegenhang, in Mürren habe ich einmal an dem Inferno-Skirennen teilgenommen und dort bereits den Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau genossen.

Die zweite Berühmtheit am Ort ist sicher die legendäre Lauberhornabfahrt mit Hundschopf, Brückli-S und Silberhorn-Sprung. Diese berühmten Skiorte konnten nur entstehen, weil es eine Eisenbahnverbindung gab, welche die ersten Touristen in die Höhe beförderten. Das sollten wir uns wieder zu Herzen nehmen.

Den Nachmittag wurde es auch dort sehr weich, was dann wieder den Vorteil hatte, dass sich das Skigebiet schlagartig leerte. Ich bin dann noch einige Male an der Scheidegg gefahren, um dann gegen 17:00 Uhr den Zug nach Zweisimmen zu nehmen. Eine herrliche Bahnfahrt, zum Glück hatte ich am Kiosk noch zwei Dosenbier für die Fahrt ergattert.
